Das Sakrament der Beichte, auch bekannt als „Sakrament der Versöhnung“ oder „Bußsakrament“, ist ein zutiefst persönlicher Moment zwischen Gott und Mensch. Es eröffnet einen geschützten Raum, in dem nicht nur Fehler und Versäumnisse angesprochen werden können, sondern in dem auch Vergebung und innere Befreiung möglich werden. Jeder Mensch, der ehrlich zu sich selbst ist, weiß, dass das Leben von Fehlern und Irrwegen begleitet wird. Während sich manches rückgängig machen oder wiedergutmachen lässt, gibt es auch Schuld, die einen einholt und aus eigener Kraft nicht abzustreifen ist.
Im theologischen Sinne spricht man hier von Sünde – jenem Zustand, der Distanz zwischen dem Menschen und Gott schafft. Diese Trennung kann nicht nur durch das eigene Verhältnis zu Gott entstehen, sondern auch im Umgang mit anderen Menschen. Nach Jesu Botschaft begegnet man Gott immer auch im Nächsten.
Die Beichte bietet die Möglichkeit, mit einer Priesterperson, die dem Beichtgeheimnis strikt verpflichtet ist, offen über Schuld und belastende Themen zu sprechen. In diesem vertrauensvollen Gespräch werden Fehler, die die Seele beschweren oder innerlich lähmen, gemeinsam angeschaut. Oft ergibt sich durch den Blick von außen eine neue Perspektive, die ermutigt und neue Wege aufzeigt. Besonders bei besonderen Gelegenheiten wie einem „Abend der Versöhnung“ wächst wieder die Bereitschaft vieler Menschen, sich auf das Sakrament einzulassen und Heilung zu erfahren.
An jedem Samstag können Sie das Sakrament der Buße empfangen um 15.30 Uhr in der Krypta der Kirche St. Peter und Paul in Kirchhundem.
Zusätzlich besteht die Möglichkeit zur Beichte an jedem ersten Samstag im Monat nach der Hl. Messe um 09.00 Uhr in der Kirche St. Mariä Himmelfahrt, Kohlhagen.
Wenn Sie außerhalb dieser Zeiten beichten, oder ein Gespräch möchten, melden Sie sich gerne bei einem Priester des Pastoralteams.